Windenergie Saar, Rückenwind fürs Saarland
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Energiewende gestalten.WindEnergieSaar

Wir treiben den Strukturwandel voran.

Windenergie Saar

Chronologie

Der Ausgangspunkt: ehrgeizige Ziele der Landesregierung

Im Zuge der Energiewende sind erneuerbare Energien ein wichtiges Thema, sowohl bundesweit als auch im Saarland. Die Landesregierung hat 2010 mit dem Masterplan „Neue Energie für den Zukunftsstandort Saarland“ ehrgeizige energiepolitische Ziele aufgestellt. Bis zum Jahr 2020 sollen regenerative Energien 20 Prozent des Strombedarfs im Saarland decken. Dieses Ausbauziel soll wesentlich durch die stärkere Nutzung von Windenergie erreicht werden.

Unser Einstieg in das Projekt WindEnergieSaar

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns bei der RAG Montan Immobilien mit den Folgenutzungskonzepten für ehemalige Bergbauflächen. Nachnutzung in der Form von erneuerbaren Energien spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Um die Energiewende wie den Strukturwandel mit voranzutreiben, haben wir erstmals 2014 unser Engagement mit dem Windparkvorhaben „WindEnergieSaar“ vorgestellt. In Verbindung mit unserem Tochterunternehmen, der montanWIND Planungs GmbH & Co. KG, ging damit eine umfassende Standortuntersuchung einher, um nachgelagert die Windpotenziale der in Frage kommenden Flächen zu analysieren.

Umfangreiche Untersuchungen

Auf Basis der Standorteignung wurden sieben Windparks (Lebach Nord, Gohlocher Wald, Erkershöhe, Fröhn, Bitschberg und Velsen) identifiziert. Um die Genehmigungsanträge für die vorgenannten Windparks beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) stellen zu können, haben wir als Vorleistung umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und entsprechende Gutachten beauftragt.

Umfassende Kommunikation: Transparenz und Dialog

Der Miteinbezug der Bevölkerung und der kontinuierliche Dialog mit der Öffentlichkeit waren von Anfang an Teil unseres Vorgehens. Zu jeder Etappe des Projektes wurde umfassend und zeitnah auf der Website informier. In allen betroffenen Standortgemeinden fanden Informations- und Diskussionsveranstaltungen statt, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und auf Fragen der Bevölkerung einzugehen.

Das Genehmigungsverfahren: ein weiter Weg von der Planung bis zur Realisierung

Das Genehmigungsverfahren auf Basis des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) verlangt eine externe und sehr detaillierte Begutachtung möglicher Beeinträchtigungen im Bereich Natur- und Umweltschutz wie Schall und Schattenwurf, Vogelflug oder Landschaftsbildanalyse. Im Zuge des Prüfverfahrens seitens der Behörden kam es zu neuen Erkenntnissen, die die Realisierung einiger der ausgesuchten Standorte teilweise in Frage stellte.

Neue Rahmenbedingungen erschweren Umsetzung

Nicht nur umwelt- und naturschutzrechtliche Voraussetzungen waren an einigen Standorten gefährdet, sondern auch Änderungen des Waldgesetztes haben den Genehmigungsprozess für vorliegende Anträge sowie weitere Planungen beeinträchtigt. Die Erneuerung des EEG hat eine wirtschaftliche Projektentwicklung im saarländischen Windgeschäft zusätzlich erschwert. Durch geänderte Rahmenbedingungen in laufenden Prozessen liefen geleistete Vorarbeiten teilweise ins Leere.

Das Ergebnis: ein Teilerfolg

Für drei der sieben geplanten Windparks haben wir keine Genehmigung erhalten. Für einen Windpark haben wir unsererseits nach reiflicher Überlegung den entsprechenden Antrag zurückgezogen. Dennoch haben wir mit jenen Windparks, für die wir in den Genehmigungsverfahren eine Bewilligung erhalten haben, einen Teilerfolg zu verbuchen.

Die Zukunft: die Windparks als Teil des grünen Stromnetzes im Saarland

Als Projektentwickler war es immer unser Ziel, die Windparks am Ende zu veräußern. Das ist inzwischen weitgehend geschehen. Mit der Veräußerung und Inbetriebnahme der letzten Windkraftanlage Erkershöhe in Merchweiler schließt die montanWIND das Projekt WindEnergieSaar ab. Aufgrund der Novellierung des EEG und weiterer Restriktionen des Waldgesetzes haben sich die Rahmenbedingungen im Saarland insgesamt stark verändert. Somit war eine sinnvolle Projektentwicklung für RAG Montan Immobilien nicht mehr gegeben und folglich zieht sich das Unternehmen im Saarland aus dem Windgeschäft zurück.

Die Windparks in der Übersicht

Windparks Bitschberg, Sengert und Velsen

Die Planungen der Windparks Bitschberg und Velsen haben wir vor dem Hintergrund natur- und artenschutzrechtlicher Belange eingestellt. In Velsen wurden die Planungen im Herbst 2015 eingestellt, als dort im Rahmen der avifaunistischen Gutachten ein Uhu gesichtet wurde. Am Standort Bitschberg und Sengert war eine Realisierung des Windparks wegen eines Schwarzstorchvorkommens nicht mehr möglich.

Windpark Fröhner Wald

Auch im Fröhner Wald haben wir uns gegen die Realisierung des Projektes entschieden. Während hier eine Überarbeitung des Windpark-layouts anstand, bedeuteten zusätzliche Naturschutzrestriktionen im Sommer 2017 das faktische Aus des Windparks.

Windpark Erkershöhe

Am Standort Erkershöhe hat das LUA eine Windenergieanlage genehmigt. Diese haben wir im Juni 2018 errichtet. Mit einer Nabenhöhe von 134 Metern und einem Rotordurchmesser von 131 Metern erreicht das Rad eine Gesamthöhe von knapp 200 Metern. Die Anlage liefert einen Energieertrag von 8.700 Megawattstunden im Jahr (MWh/a) und kann damit den Stromverbrauch von 2.500 Haushalten decken. Zwei weitere Windräder waren geplant, wurden aber vom LUA nicht genehmigt, da sie am Widerstand der Deutschen Flugsicherung gescheitert sind.

Windpark Lebach Nord

Der Windpark Lebach Nord wurde wie beantragt genehmigt: je drei Windräder im Großen Spechenwald und im Bruchwald. Die Projektrechte des Windparks haben wir im Dezember 2017 an die renommierte Firma BayWa r. e. verkauft. Diese wird den Windpark betreiben und hat im Januar mit den nötigen Vorarbeiten begonnen. Spechenwald ist errichtet und in Betrieb. Das Projekt ist somit für die montanWIND abgeschlossen.

Gohlocher Wald

Für den Windpark Gohlocher Wald wurden zwei Windräder wie beantragt genehmigt, erbaut und im März 2018 planmäßig in Betrieb genommen. Mit einer Nabenhöhe von 134 Metern und einem Rotordurchmesser von 131 Metern erreichen die zwei Anlagen eine Gesamthöhe von knapp 200 Metern. Die Anlage produziert rund 15.800 Megawattstunden jährlich (MWh/a), wodurch 4.500 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Die Vermarktung des Windparks an einen Investor wurde im Juli 2018 abgeschlossen. Der Windpark wird nunmehr für die Dauer von mindestens 20 Jahren Strom aus erneuerbaren Energien liefern.

Für mehr Informationen gehen Sie auf www.montanwind.de