Windenergie Saar, Rückenwind fürs Saarland
Logo: RAG Montan Immobilien Logo: montanWind

Navigationsmenüs (Windenergie Saar, Rückenwind fürs Saarland)

30. März 2015: Bürgerinformationsabend der Stadt Friedrichsthal

Windpark Erkershöhe: „Ein Mittelklassewagen für Friedrichsthal“ – montanWIND und Energy 3k zu Gast bei Informationsveranstaltung der Stadt

„Zum Windpark Erkershöhe ist schon viel gesagt und viel geschrieben worden.“ Mit diesen Worten eröffnete Rudolf Krumm seine Präsentation zur Vorstellung des Projekts im Rahmen der Informationsveranstaltung der Stadt Friedrichsthal. Nach zwei Veranstaltungen in Merchweiler – eine davon auf Einladung der Projektentwickler RAG Montan Immobilien/montanWIND – waren die Projektentwickler Rudolf Krumm, Geschäftsführer der montanWIND, und Dr. Andreas Reister, Geschäftsführer von Energy 3k, am 30. März in Friedrichsthal zu Gast und präsentierten den aktuellen Stand der Planungen. Dennoch war das Interesse groß: Knapp 50 Gäste waren der Einladung der Stadt gefolgt. 

Genehmigung nur dann, wenn Belastungen gesetzliche Bestimmungen nicht überschreiten

Drei Windräder soll der Windpark Erkershöhe umfassen, eines davon auf Friedrichsthaler Gemarkung, zwei in Merchweiler. Im Fokus des Interesses standen potenzielle Beeinträchtigungen von Mensch und Natur. Damit diese so klein wie möglich gehalten werden, hat der Regionalverband Saarbrücken die Planung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen für alle seine zehn Städte und Gemeinden durchgeführt. „Bei der Ausweisung zählen sogenannte harte Ausschlusskriterien, beispielsweise Naturschutzgebiete, und weiche Kriterien, z. B. der Abstand zur nächsten Wohnbebauung. Außerhalb der ausgewiesenen Flächen sind keine Windräder möglich. So wollen wir sicherstellen, dass sich die Belastungen für Mensch und Natur in einem zumutbaren Rahmen bewegen“, erläuterte Christian Schreiner, Stadtplaner des Regionalverbands. Aktuell prüft der Kooperationsrat im Regionalverband eine Erhöhung des Mindestabstands von 650 Meter auf 800 Meter zu geschlossenen Ortslagen. Auf den Windpark Erkershöhe habe die Erhöhung jedoch keine Auswirkungen – die Projektentwickler haben bereits freiwillig einen Abstand von 800 Metern eingeplant. „Egal ob 650 oder 800 Meter: Solche Windräder hört man. Was sind zumutbare Belastungen?“ wollte ein Bürger wissen. „Maßstab für die Zumutbarkeit ist die TA Lärm*. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens prüft das LUA* als zuständige Behörde, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Nur wenn dies der Fall ist, erhalten die Projektentwickler eine Baugenehmigung“, erklärte Dr. Reister. Auch Auswirkungen auf Flora und Fauna wurden besprochen: „Man will mit der Energiewende etwas für die Umwelt tun. Ist es sinnvoll, dafür den Wald abzuholzen?“, fragte ein anderer Bürger. „Wir planen mit einem Eingriff von 0,5 Hektar pro Windrad. Bei einer Gesamtfläche von 250 Hektar Wald ist das ein vergleichsweise geringer Eingriff. Zudem sind wir gesetzlich verpflichtet, Ausgleichsmaßnahmen vorzunehmen“, erläuterte Rudolf Krumm. 

Ampel der Wirtschaftlichkeit auf Grün – Warten auf die Entscheidung in Merchweiler

Auch Windpotenzial und Wirtschaftlichkeit wurden diskutiert – Themen, die nicht nur für die Bürger, sondern in erster Linie für die Investoren von Interesse sind. „Um das Windpotenzial am Standort Erkershöhe beziffern zu können, haben wir zwei unabhängige Windgutachten in Auftrag gegeben. Und die Ergebnisse liefern eine klare Perspektive für die Wirtschaftlichkeit. Natürlich haben wir im Saarland nicht das Windpotenzial, das wir in Schleswig-Holstein vorfinden. Aber die Ampel der Wirtschaftlichkeit steht auf Grün. Bildlich gesprochen: Es ist kein Porsche, aber ein guter Mittelklassewagen“, fasste Rudolf Krumm die Ergebnisse der Gutachten zusammen. „Die entscheidende Frage ist, ob Merchweiler dem Pachtvertrag zustimmt. Davon hängen die weiteren Planungen ab.“ Während die Fläche auf der Gemarkung der Stadt Friedrichsthal dem SaarForst gehört, ist in Merchweiler die Gemeinde Eigentümerin einer der Flächen. Die Entscheidung, ob sie diese an die montanWIND und Energy 3k verpachten wird, steht noch aus. 

Nach zwei Stunden intensiver Diskussion waren vielleicht nicht alle Windpark-Gegner überzeugt, erkannten aber die transparente Kommunikation der Projektentwickler an, denn alle Fragen wurden beantwortet. Über die aktuellen Entwicklungen informieren die Projektentwickler regelmäßig auf www.windenergiesaar.de.

*LUA = Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz

*TA Lärm = Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm

  • Mann hält Rede

    Bürgermeister Rolf Schultheis begrüßte die Gäste.

19.02.2015: Infoveranstaltung der Gemeinde Merchweiler

Bürgerveranstaltung zum Windpark Erkershöhe - Nur noch drei statt fünf Windräder

Auf Einladung der Gemeinde Merchweiler haben die RAG Montan Immobilien mit ihrer Tochtergesellschaft montanWIND, dem Projektentwickler Energy 3k und Bürgermeister Walter Dietz am 19. Februar über die aktuellen Pläne zum Windpark Erkershöhe informiert. Der Windpark soll in einer Projektgesellschaft mit einem weiteren Partner realisiert werden und nur noch drei statt fünf Windräder umfassen. Rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren in die Allenfeldhalle nach Merchweiler gekommen, um mit den Experten über diese Veränderungen zu diskutieren.

Vertreten wurde die RAG Montan Immobilien durch Rudolf Krumm, Repräsentant an der Saar und zugleich Geschäftsführer der montanWIND; für Energy 3k war Dr. Andreas Reister vor Ort.

Gemeinsam die Energiewende vorantreiben  – mit Respekt für Mensch und Natur

Die Information der Bürger durch die Entwickler solle immer zeitnah, umfassend und transparent erfolgen - das betonte Moderator Rupert Ahrens zu Beginn der Veranstaltung vor gut gefüllten Reihen. Nach einem Willkommensgruß durch Bürgermeister Dietz kam Rudolf Krumm als einer der Projektentwickler darum auch direkt auf die Veränderungen im Zuge der Windpark-Planungen zu sprechen. Durch den regen Austausch mit Bürgern während und nach der letzten Informationsveranstaltung im Oktober 2014 habe man sich erneut intensiv mit den Sorgen um das Naherholungsgebiet Itzenplitz auseinandergesetzt. Zudem seien die Projektentwickler montanWIND und Energy 3k der Anfrage des Gemeinderats Merchweiler nach einer Kooperation der Unternehmen nachgegangen. 

Grundlage der neuen Planungen sind die verlässlichen Daten der in den letzten Monaten erstellten Windprognosen, anhand derer beurteilt wird, ob ein Windpark wirtschaftlich solide betrieben werden kann. Zwischenzeitlich liegen diese Ergebnisse vor. Fünf Windräder erbrächten natürlich einen höheren Ertrag als drei, die Projektentwickler zeigen sich jedoch kompromissbereit: „Neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit des Windparks ist es uns wichtig, die Bedenken der Bürger hinsichtlich ihres Wohnortes und der Natur zu berücksichtigen. Unser Ziel ist ein hohes Maß an Akzeptanz“, so Rudolf Krumm.

Nach einer näheren Vorstellung der vorgesehenen Windenergieanlagen auf der Erkershöhe hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

Abstand und Schallauswirkung der Windräder zu Wohngebieten

Zunächst wurde lebhaft über den Abstand der Windräder zur nächsten Wohnbebauung diskutiert. Die Mindestabstände werden im Saarland kommunal festgelegt, im südlichen Saarland einheitlich durch die Kommunen im Regionalverband. Diese Abstände müssen in den Planungen von Windparks genauso berücksichtigt werden, wie die Grenzen, die die TA Lärm im Rahmen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vorgibt. Besonderen Wert legte Dr. Andreas Reister von Energy 3k darauf, dass die schon vorhandene Geräusch-Vorbelastung eines Gebietes, in die Berechnung der Schallauswirkungen stets mit einbezogen wird. „Schöngeredet wird hier nichts“, so Reister, „für die Bürger entscheidend ist schließlich die Gesamtbelastung.“ Diese wird mit der Angabe von Dezibel-Grenzen genau durch die TA Lärm vorgegeben und darf diese nicht überschreiten. Darüber hinaus werden die Berechnungen stets von unabhängigen und akkreditierten Gutachtern durchgeführt. Außerdem werden alle Windrichtungen und möglichen Windstärken mit eingerechnet. „Sollten wir mit den Windrädern über der Geräuschgrenze liegen, dürften wir sie gar nicht erst bauen“, erklärte Reister. „Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass der Wind selbst an diesen Waldstandorten einen Schallpegel erzeugt, der den der Windkraftanlagen übersteigt.“

Naherholungsgebiet Itzenplitz

Besonderen Informationsbedarf hatten die Merchweiler Bürger in Bezug auf das Naherholungsgebiet Itzenplitz, das in unmittelbarer Nähe des Standorts Erkershöhe und der Gemeinde Merchweiler liegt. Rudolf Krumm betonte, man nehme als Projektentwickler die Bedeutung des Naherholungsgebiets für die Bürger ernst und milderte Sorgen um die Erhaltung des Forstes: „Der Eingriff in den über 200 Hektar großen Wald beläuft sich dauerhaft auf 1,5 Hektar – 15.000 Quadratmeter von 2.000 000 werden also verändert. Für diese 15.000 Quadratmeter gibt es allerdings an anderer Stelle verpflichtende Ausgleichsmaßnahmen.“ So könnten Flächen, die bislang als Wirtschaftswald genutzt werden, zu einem urwaldähnlichen, naturnahen Wald umgewandelt werden. Das Naherholungsgebiet könne somit an anderen Stellen ausgeweitet werden.

Auch während der drei- bis viermonatigen Baumaßnahmen halten sich die Eingriffe in engen Grenzen: Für die Errichtung der Windanlagen werden die schon vorhandenen Schotterwege im Wald genutzt, es werden keine neuen, asphaltierten Straßen entstehen. Auch Freileitungstrassen sind ausgeschlossen - wenn Kabel verlegt werden, dann unterirdisch entlang der bereits vorhandenen Forstwege. 

Beitrag der Gemeinde zu saarländischen Energiezielen und finanzielle Beteiligung am Windpark

Jederzeit Strom aus den Steckdosen zu erwarten, aber keine Stromerzeugung durch Windenergieanlagen in der Nähe zu befürworten - das sei ein Widerspruch, äußerte sich ein weiterer Bürger: „Atomkraftwerke wollen wir nicht, die Braunkohlekraftwerke werden abgeschaltet, um das Klima zu schonen. Wir brauchen also grüne Energie wie die Windenergie.“ 

Darüber hinaus müsse man auch an die jüngeren Generationen in Merchweiler denken, so ein Familienvater, der besonders die möglichen Einnahmen der Gemeinde durch Gewerbesteuer und Pachtzahlungen in den Vordergrund rückte. Er wolle, dass genügend Geld in die klammen Gemeindekassen fließe, zum Beispiel, um kaputte Straßen zu reparieren oder Kinderspielplätze attraktiv zu gestalten.

Bevor die Planungsunterlagen über den Windpark Erkershöhe zum Genehmigungsverfahren eingereicht werden können, ist nun die Gemeinde Merchweiler am Zug. Eine der drei Flächen, auf denen Windenergieanlagen errichtet werden sollen, befindet sich zum Teil im Besitz der Gemeinde. Diese Fläche könnte an die RAG verpachtet werden. Nach einer ersten groben Schätzung durch Rudolf Krumm könnten die Pachteinnahmen bis zu circa 900 000 Euro in 20 Jahren Laufzeit betragen. Ob der Pachtvertrag zustande kommt, wird der Gemeinderat vermutlich in seiner Sitzung im März entscheiden.

Innerhalb der dreistündigen Veranstaltung blieben keine Fragen und Bedenken der Bürger ungehört. Bürgermeister Walter Dietz fasste zusammen: „Wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, sind wir auf erneuerbare Energien angewiesen. Saarlandweit werden wir nicht ohne die Windenergie auskommen. Bei der Aufstellung von Windrädern gilt es, neben der Wirtschaftlichkeit auch den Vergleich von Nutzen der sauberen Energie und den Auswirkungen der Windräder in Natur und Landschaft, bei uns hier insbesondere auf die Wirkung im Naherholungsgebiet Itzenplitz, zu beachten.“ 

Mehr Informationen zum Windpark Erkershöhe und zu Windenergieanlagen im Allgemeinen finden Sie auch hier.

  • Das Podium mit Experten

    Von links nach rechts: Rudolf Krumm (RAG Montan Immobilien/montanWIND), Dr.-Ing Andreas Reister (Energy 3k), Bürgermeister Walter Dietz, Moderator Rupert Ahrens.

13.10.2014: "Energie im Gespräch" in Merchweiler

Bürgerveranstaltung zum Windpark Erkershöhe

„Energie im Gespräch“ in Merchweiler: Naherholung und Windkraft zusammenbringen

Unter dem Motto „Energie im Gespräch“ haben die RAG Montan Immobilien mit ihrer Tochter montanWIND, der Projektentwickler Energy 3k und Bürgermeister Walter Dietz am 13. Oktober in Merchweiler über Pläne informiert, einen Windpark im Bereich Erkershöhe zu bauen. Rund 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren in die Allenfeldhalle nach Merchweiler gekommen, um mit den Experten über das Projekt zu diskutieren. Nach Riegelsberg, Nonnweiler und Lebach war Merchweiler die vierte Station der Reihe „Energie im Gespräch“. Die Besonderheit: In Merchweiler sind die RAG Montan Immobilien und die montanWIND nicht die einzigen Projektentwickler vor Ort. Neben den drei geplanten Windrädern des Windparks Erkershöhe, möchte auch Energy 3k die Energiewende mit einem weiteren, zwei Windräder umfassenden Windpark vorantreiben. 

Vertreten wurde die RAG Montan Immobilien durch Rudolf Krumm, Repräsentant an der Saar und zugleich Geschäftsführer der montanWIND, Dr. Andreas Reister stellte die Pläne von Energy 3k vor. Neben den Projektentwicklern standen der Bürgermeister der Gemeinde Merchweiler, Walter Dietz, Astrid Klug, die Leiterin der Abteilung Klimaschutz, Energie, Verkehr und Luftfahrt des saarländischen Wirtschaftsministeriums, und Dr. Michael Brand, der Geschäftsführer des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme, als Gesprächspartner zur Verfügung.

Sonderweg der Gemeinde: Keine Windkonzentrationszonen in Merchweiler

Die Reihen waren gut gefüllt, als Moderator Rupert Ahrens die Veranstaltung eröffnete. Besonderes Interesse galt dem genauen Standort der Windräder. Die Gemeinde Merchweiler hat keinen Flächennutzungsplan erstellt und damit keine Windkonzentrationszonen ausgewiesen. Grund dafür waren, so Bürgermeister Dietz, vor allem die Kosten. Konsequenz ist, dass zunächst einmal alle Flächen in Betracht kommen, solange die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Mensch und Natur eingehalten werden.

Damit lässt die Gemeinde großen Spielraum für den Ausbau der Windenergie. Dieser wiederum kommt dem ganzen Saarland zugute, denn das Bundesland hat bei der Energiewende Nachholbedarf: Bisher tragen die erneuerbaren Energien lediglich 8 bis 9 Prozent zur Stromversorgung bei. Bundesweit waren es 2013 bereits 24,7 Prozent. Nach den Plänen der Landesregierung soll der Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 mindestens 20 Prozent betragen. Man brauche also eine eigene, verlässliche und vor allem bezahlbare Energieversorgung für die Zukunft, machte sich Astrid Klug für den Windpark Erkershöhe stark.

Naherholung und Gesundheit auf dem Prüfstand – kein Windrad ohne Gutachten

Nach der Vorstellung der zwei auf der Gemarkung der Gemeinde geplanten Windparks durch die Projektentwickler RAG Montan Immobilien, montanWIND und Energy 3k wollten es die Bürger genau wissen. Insbesondere wegen gesundheitlicher Belastungen und Beeinträchtigungen von Flora und Fauna hatten viele Teilnehmer Sorge. All diese Aspekte werden jedoch im Genehmigungsverfahren berücksichtigt und intensiv geprüft: Avifaunistische Gutachten schützen vor unverhältnismäßigen Eingriffen in die Vogelwelt, Eingriffe in den Wald werden durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert, die Flächen wenn möglich renaturiert. Schallkarten zeigen, dass die Lärmbelastung bei der nächstgelegenen Wohnbebauung unter den gesetzlichen Höchstgrenzen liegt.

Besondere Aufmerksamkeit kam dem Naherholungsgebiet Itzenplitz mit dem Itzenplitzer Weiher zu, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu Merchweiler und zum Standort Erkershöhe liegt: Für den Bau der Windräder müssen die vorhandenen Wege befestigt und ausgebaut werden, erläuterte Rudolf Krumm den konkreten Eingriff. Auch werden Flächen zur Lagerung der Materialien benötigt, die jedoch nach Abschluss der Bauphase wieder renaturiert werden. Dauerhaft wird pro Turbine ein halber Hektar Fläche beansprucht. Für diese leisten die RAG Montan Immobilien und die montanWIND an anderer Stelle Ausgleichsmaßnahmen. Die Aufgabe, den Windpark und das Naherholungsgebiet miteinander in Einklang zu bringen, sei sicherlich kein einfaches Unterfangen, stimmte Astrid Klug zu, aber mit starken Partnern eine lösbare Aufgabe.

Windpark Erkershöhe: Ein Gewinn für die regionale Wertschöpfung

Zum Schluss stand der Aspekt der Wirtschaftlichkeit in Frage – zu Unrecht, wie Dr. Michael Brand betonte. Die Windenergie sei heute schon fast so günstig wie konventionelle Energieformen. Durchschnittlich kann mit einem Windrad ein Umsatz bis zu 700.000 Euro pro Jahr generiert werden.
Von diesen Gewinnen profitiert auch Merchweiler: „Bis zu einem Viertel des Umsatzes kann als Wertschöpfung in der Region verbleiben. Wir arbeiten eng mit lokalen Unternehmen zusammen, die Kredite werden über Banken aus der Region abgewickelt. Auch für die Bürger suchen wir Möglichkeiten, sich finanziell an den Windrädern zu beteiligen. Aktuell prüfen wir die Möglichkeit einer Energiegenossenschaft“, erläuterte Rudolf Krumm. 
Im Rahmen der Diskussion blieb keine Frage unbeantwortet und auch über diese Veranstaltung hinaus sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich mit weiteren Fragen an die RAG Montan Immobilien und die montanWIND zu wenden, beispielsweise über info@windenergiesaar.de per E-Mail. 

  • Das Podium mit Experten

    Die Experten von links nach rechts: Dr. Michael Brand, Astrid Klug, Rudolf Krumm, Dr.-Ing. Andreas Reister und Walter Dietz