Windenergie Saar, Rückenwind fürs Saarland
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Bürgerveranstaltung Gohlocher Wald und Lebach Nord

 „Energie im Gespräch“ in Lebach: Die regionale Wertschöpfung im Fokus


Gemeinsam mit der Stadt Lebach stellten die RAG Montan Immobilien und ihre Tochter montanWIND am 30. September ihre Pläne vor, die Energiewende vor Ort voranzutreiben. Gut 60 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung in die Stadthalle gefolgt, um sich über die geplanten Windparks auf Lebacher Gemarkung zu informieren und mit Vertretern der RAG Montan Immobilien und montanWIND, Experten sowie Kommunal- und Landespolitikern ihre Fragen zu diskutieren. Nach Riegelsberg und Nonnweiler war Lebach der dritte Ort, an dem im Rahmen der Reihe „Energie im Gespräch“ eine Bürgerveranstaltung stattfand. In Lebach selbst hatte die Stadt vergangenes Jahr zum Thema Windkraft informiert.
Rede und Antwort standen den Bürgerinnen und Bürgern dabei neben Rudolf Krumm, Repräsentant der RAG Montan Immobilien an der Saar und Geschäftsführer der montanWIND, Klauspeter Brill, Bürgermeister der Stadt Lebach, Astrid Klug, Leiterin der Abteilung Klimaschutz, Energie, Verkehr und Luftfahrt im saarländischen Wirtschaftsministerium, und Dr. Michael Brand, Geschäftsführer des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES).

 

15 Windräder für Lebach: volle (Wind-)Kraft voraus


Nach Vorstellung des Gesamtvorhabens durch Rudolf Krumm standen die beiden Windparks auf der Gemarkung der Stadt Lebach im Mittelpunkt der Diskussion. Die RAG Montan Immobilien plant drei Windräder im Gohlocher Wald sowie jeweils fünf im Bruchwald und Großen Spechenwald und möchte außerdem zwei Anlagen im Dörrenbacher Wald errichten. 
Mit insgesamt 15 Windrädern sollen die Windparks Gohlocher Wald und Lebach Nord einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende im Saarland leisten. Noch hinkt das Saarland im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bei der Umsetzung hinterher: Die erneuerbaren Energien tragen gerade einmal mit 8 bis 9 Prozent zur Stromversorgung bei. Bundesweit waren es 2013 bereits 24,7 Prozent. Um die Ausbauziele der Landesregierung zu erreichen – bis 2020 sollen die erneuerbaren Energien im Land einen Anteil von 20 Prozent an der Stromerzeugung leisten – investiert die RAG Montan Immobilien mit ihrer Tochter montanWIND rund 170 Mio. Euro in den Bau von sechs Windparks. Insgesamt 32 Windräder sollen bis Herbst 2016 ans Netz gehen, knapp die Hälfte davon in Lebach.

 

Pachterlöse und Gewerbesteuereinnahmen: Windparks sollen Lebacher Haushalt entlasten


Grundlage für die Planungen sind die im Flächennutzungsplan der Stadt Lebach vorgesehenen Windkonzentrationszonen. Bürgermeister Klauspeter Brill wies darauf hin, dass die Stadt rund drei Prozent ihrer Gesamtfläche als solche ausgewiesen habe, was sicher stelle, dass keine „Verhinderungsplanung“ praktiziert worden sei. „Hätten wir das nicht getan, dann könnte jeder private Grundstückseigner, der daran interessiert ist, auf seinem Grundstück ein Windrad errichten lassen.“ Zudem werde durch den Flächennutzungsplan sichergestellt, dass die Windkraftanlagen in mehr als ausreichendem Abstand zur nächsten zusammenhängenden Wohnbebauung errichtet würden. Normalerweise reichten Mindestabstände von 500 Metern aus, in der nun vorliegenden Standortplanung seien hingegen Abstände von mindestens 810 Metern vorgesehen.
Interessant seien die Windparks für Lebach insbesondere aus der Perspektive des angespannten städtischen Haushalts. Einige freiwillige Leistungen der Stadt müssten in naher Zukunft auf den Prüfstand gestellt werden. Hier könnten die Pachterlöse und Gewerbesteuereinnahmen aus den Windparks zu einer Verbesserung beitragen. 

Mit den Bürgern im Dialog: Zusammen die Energiewende gestalten


Doch nicht nur die Stadt und die lokale Wirtschaft profitieren von den Windparks. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen finanziell am Erfolg des Projekts beteiligt werden. Rudolf Krumm und Klauspeter Brill verwiesen auf die laufenden Verhandlungen mit lokalen Bürgerenergiegenossenschaften. In Riegelsberg wurde eine entsprechende Absichtserklärung mit der BEG Hochwald unterzeichnet. In Lebach soll ein ähnliches Modell angeboten werden. 
Viele Bedenken, die von Bürgern geäußert wurden, konnten die Experten grundsätzlich zerstreuen: Jede Waldrodung müsse ausgeglichen werden, Gefälligkeitsgutachten hätten in einem Prüfverfahren keinen Bestand, der Bereich rund um eine Windkraftanlage werde nicht mit Pestiziden behandelt und der Schutz der roten Waldameise sei durch umfangreiche Gutachten sichergestellt. 
Dr. Michael Brand wies auf die Bedeutung des Saarlandes als Energieland hin: „Die Energieerzeugung ist traditionell ein wichtiges Standbein des Saarlandes. Die Zeit der schwarzen Energie, für die das Saarland einmal stand, ist nun vorbei. Jetzt kann dieses Bundesland die Potenziale der grünen Energie nutzen und an seine Tradition anknüpfen. Wir haben es mit einem Energieträger zu tun, der keine sozialen Folgekosten nach sich zieht.“ In dieser Verantwortung sieht sich auch die RAG Montan Immobilien. Rudolf Krumm bedankte sich zum Abschied bei den Bürgerinnen und Bürgern von Lebach für ihre Teilnahme und eine sehr sachliche und faire Debatte.
Auch über die Veranstaltungen hinaus wurden Informationen angeboten: Eine Ausstellung, die über die Windparkvorhaben Gohlocher Wald und Lebach Nord informierte, stand für mehrere Wochen im Rathaus Lebach. Hintergründe und Entwicklungen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf www.windenergiesaar.de

  • Ausstellungstafeln

    Eine Ausstellung informierte über das Projekt WindEnergieSaar.